Der Vänersee  



-von Meeresbucht zu Binnensee

 

Der Vänersee in Kürze

Fläche: 5648 km²
Größte Tiefe: 106 Meter
Volumen: 153 km³
Uferlänge: 2 000 Kilometer
Anzahl Inseln und Schären:
22 000
Höhe ü.d.M.: 44 Meter
Abflussgebiet zum Göta Älv hin:
50 000 km²

Wussten Sie, dass ...

  • auf dem Grund des Vänersees
    10 000 Wracks liegen.

  • es gibt 16 000 Yachten und
    Sportboote auf dem Vänersee.

  • das sagenhafte Wesen des Väner-
    sees Koffa heißt und der Überliefer-
    ung nach nett sein soll, halb Kind
    halb Aalraupe.

  • 700 000 Menschen ihr Trinkwasser
    aus dem Vänersee beziehen.

  • der Vänersee ein Drittel von
    Schwedens gesamten Süßwasser-
    vorräten ausmacht.

  • die Bevölkerung der ganzen Erde
    auf der Fläche des Vänersees Platz hat.

 

Der Vänersee ist Europas drittgrößter See. Vielleicht ist gerade seine Größe Anlass dafür, dass der Vänersee so viele verschiedene Gesichter hat. Felsinseln und Schären, einsame Badefelsen, weitläufige Sandstrände oder offenes Meer mit endlosen Horizont, all das kann der Vänersee bieten. Als ehemalige Meeresbucht hat der Vänersee immer noch viel vom Charakter eines Meeres, aber sein Wasser ist süß - und ohne weiteres trinkbar.

Spuren der Eiszeit
Vor 11 000 Jahren begann die letzte Eiszeit, ihren Griff um den skandinavischen Kontinent zu lockern. Die Eiskante zog sich weiter nach Norden zurück. Als aber die Eisschmelze den Teil des Vänernsees erreicht hatte, der heute als Dalbosee bekannt ist, wurde es wieder kälter, und das Eis lag einige Jahrhunderte still, ehe es schließlich wieder seinen weiteren Rückzug antrat. Dies führte dazu, dass Steine, Kieß und Sand sich in einem Streifen an der Eiskante sammelten, und Spuren der Eiszeit sind auch heute noch quer durch Schweden zu entdecken.
Im Vänersee ist die Eisrandzone besonders gut beim Landzipfel Hjortens udde auf der Dalslandseite und beim Riff Hindens rev auf Kålland zu erkennen.
Das Eis zog sich zurück und das Land begann, aus dem Meer aufzutauchen. Anfangs war der Vänersee noch eine Meeresbucht, doch vor etwa 9 000 Jahren war die Landerhöhung so groß, dass die Meeresbucht Vänern vom Meer abgeschnürt und somit zum See wurde. Der Sund zwischen See und Meer entwickelte sich nach und nach zu einem Fluss und wurde zum Göta älv. Der junge Binnensee war viel größer als der heutige Vänersee. Weite Landstriche, von Värmlandsnäs über das südliche Värmland und südlich an der Grenze zur Landschaft Västergötland, lagen unter Wasser. Die Landerhöhung hält auch heute noch an und beträgt im Durchschnitt ca. 3mm im Jahr.

Reiche Natur
Im und am Vänersee treffen mehrere unterschiedliche Landschafts- und Zivilisationsformen aufeinander; Felsen mit Meerescharakter, Schilfdickichte, große und kleine Inseln, kleine Ortschaften und größere Städte, Industriehäfen und kleine Anlegestellen.

Das Vänerland eröffnet den Besuchern eine reichhaltige Szenerie. Auch die Fauna im und am Vänersee ist sehr vielfältig. Hier nisten mehr als dreißig Arten von Seevögeln. Am gewöhnlichsten ist die Sturmmöwe. Aber der Vänersee beheimatet auch u.a. Silbermöwe, Zwergsäger, Prachttaucher, Reiher, Kormoran, Haubentaucher, Austernfischer, Riesenseeschwalbe und Fischadler.

Unter der Wasseroberfläche gibt es so viele Fische, dass sie sowohl für die Vögel als auch für die Freizeit- und Berufsfischer genug sind. Die Zwergmaräne und vor allem ihr Rogen sind für die Berufsfischer das Wertvollste. Nach dem Stint ist die Maräne der gewöhnlichste Fisch im Vänersee. Diese beiden Arten sind Nahrung für größere Fische wie Vänerlachs, Zander und Hecht.
an einem Sommerabend Barsch zu angeln, ist ein sehr geruhsames und naturnahes Erlebnis. Suchen Sie etwas mehr Schwung, ist ein Schleppangel-Ausflug zu empfehlen. Beachten Sie aber die speziellen Regeln für den Fischfang auf dem Vänersee.
Wer an Flora und Fauna interessiert ist, kann sich in die Mitte des Vänersee begeben. Dort liegt das Schärengebiet Djurö, ein Nationalpark, die ein reiches Vogel-, Tier-, und Pflanzenleben in meeresähnlicher und unberührter Natur bietet.

Wo auch immer man sich im Vänerland aufhält, ist es niemals weit zu echten Naturerlebnissen, zu Abgeschiedenheit und Ruhe.

Der Natur Respekt erweisen!

Der Vänersee bietet großartige Möglichkeiten, aber er ist empfindlich. Darum sollten Sie, wenn Sie das Vänerland besuchen, mit der Natur, dem Wasser sowie dem Pflanzen- und Tiereleben vorsichtig umgehen. Beachten Sie das allgemeine Nutzungsrecht. Das gibt ihnen zwar eine Eintrittskarte in die schwedische Natur, aber als Gast sollten sie ihren Gastgeber mit Respekt gegenübertreten. Denken Sie daran: Nicht stören oder zerstören:
  • Niemals direkt auf den Felsen oder bei Trockenheit offenes Feuer machen. Sorgfältig löschen.
  • Vorsicht beim Betreten von Naturschutzgebieten, Nester und Baue von Tieren sowie deren Junge in Ruhe lassen.
  • >Zum Schutz des Vogellebens im Bereich des Vänersees gibt es eine Reihe von Vogelschutzgebieten, deren Betreten während der Brutzeit verboten ist...
  • Auch wenn das Wasser des Vänersees heute sauber ist, kann es nur weiter so bleiben, wenn sie Öle und Chemikalien vorsichtig hantieren und Toiletten und umweltschädlich Abfall bei den Abfallstationen der Gästehäfen entsorgen.
  • Auch wenn es selbstverständlich erscheint, kann eine Wiederholung nicht schaden: Niemals Abfall wegwerfen sondern die Natur so zurückgelassenen, wie man sie vorgefunden hat!

Weitere Information über das allgemeine Nutzungsrecht finden Sie bei
www.environ.se